„Es ist hilfreich, das Thema genau einzugrenzen“

Ulrich Pesch ist einer der über 2.000 bei Recherchescout angemeldeten Journalisten. Im Interview beschreibt er seine bisherigen Erfahrungen und gibt Tipps für den Umgang mit digitalen Recherchedienst.

Ulrich Pesch

Ulrich Pesch, freier Journalist.

Recherchescout: Warum haben Sie sich entschlossen, unsere Plattform www.recherchescout.com zu nutzen?

Ulrich Pesch: Ich arbeite häufig an neuen Themen, zu denen es zwar auch „konventionelle Quellen“ wie zum Beispiel Verbände, Organisationen, Hersteller und Experten gibt, doch ich dachte mir, wenn ein Dienstleister wie beispielsweise Recherchescout mir einen Teil der Recherchearbeit durch das „Zuspielen“ von Quellen vereinfacht, warum nicht?

Recherchescout: Für welche Themen und welche Medien haben Sie bislang Anfragen bei Recherchescout gestellt?

Ulrich Pesch: Ich recherchiere extrem viel und nicht nur über Ihren Service, sondern auch über meine eigenen Quellen. Es sind aber hauptsächlich Recherchen rund um die Themen Personal und IT (auch in Kombination). Ich recherchiere nahezu ausschließlich für Beiträge, die in Printmedien veröffentlicht werden, zum Beispiel in der Personalwirtschaft.

Recherchescout: Welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht?

Ulrich Pesch: In der Regel kommt das Feedback ziemlich rasch. Es melden sich – in unterschiedlicher Anzahl und je nach Recherche – Hersteller, die der Ansicht sind, dass Sie mir mit Informationen weiterhelfen können. Das stimmt meistens auch. Allerdings sind ab und an „Angebote“ dabei, die so gar nicht zum zu recherchierenden Thema passen. Das klärt sich aber rasch.

Recherchescout: Welche Empfehlungen haben Sie für Journalisten und Blogger, die zum ersten Mal eine Anfrage beim Recherchescout stellen?

Ulrich Pesch: Wie bei allen Recherchen, ob über eine konventionelle Web-Suchmaschine oder über einen Recherchedienst wie Recherchescout, sollte das zu recherchierende Thema sehr genau eingegrenzt werden. Es hilft nicht viel bzw. verwirrt eher und es kommen dann auch zu viele irrelevante Info-Angebote, wenn man die Recherche mit einem oder zwei Begriffen pauschalisiert. Deshalb sollte man sich vorab genau Gedanken darüber machen, welche explizite Information man benötigt. Ein plakatives Beispiel: wenn Sie Informationen über die Umsetzung von Projekten zur Implementierung von Recruitingsoftware im Mittelstand suchen, dann reicht es natürlich nicht, wenn Sie nur über die Suchbegriffe „Recruiting“ und „Mittelstand“ suchen lassen.

Ulrich Pesch ist freier Journalist, Autor, Texter, Rechercheur und Ghostwriter. In seiner journalistischen Arbeit liegen die Schwerpunkte in den Themen Personal und IT. Seine Beiträge über Managementthemen und IT-Lösungen im HR-Bereich sind zum Beispiel in Fachzeitschriften wie Personalwirtschaft oder Personalmagazin erschienen.

 

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