Jan C. Behmann

Der Spiegel im Rückspiegel

Von Kai Oppel

Da in diesen Wochen und Monaten einige Zeitungen und Zeitschriften Ihren 70igsten Geburtstag feiern, darf es an Rückblicken nicht fehlen. Der Spiegel schaut in 70 – DER SPIEGEL 1947–2017 auf 480 Seiten zurück. „Ein wahrer Brocken, wären mehr Bilder drin, es wäre ein Coffee Table Book. Mit hochwertigem weißen Papier, einem durchdringenden Spiegel-Design auf allen Seiten eine Reise nicht nur durch ein Nachrichtenmagazin, sondern eine Reise durch die Bundesrepublik“, schreibt der Jan C. Behmann, selbst leidenschaftlicher Zeitungs- und Zeitschriftleser in einer Buchrezension. Für seinen Blog interviewte er dem amtierenden Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer. Hier geht’s zum Interview.

Ich finde: Gerade in Zeiten, in denen das einstige Flaggschiff des Journalisten diverse Schrammen durch innere Querelen und äußere Herausforderungen abbekommen hat, unter denen die übrige Medienlandschaft by the way nicht weniger leidet, gerade in diesen Zeiten macht es Spaß, ein solches Interview zu lesen. Ein Interview, bei dem der Leser beim Fragenden einen gewissen Respekt vor der Institution spürt, jene Mischung aus Anerkennung und Bewunderung, die bei vielen Online-Publikationen selten aufkommen kann, weil sie zu schnell sind, zu nah am Leser, zu flüchtig. Behmanns Rundumschlag im Interview reicht von der Einordnung des Spiegel in die Medienlandschaft über persönliche Anekdoten Brinkbäumers bis zur obligatorischen Frage nach der Zukunft des Printjournalismus. Wir finden: Ein unaufgeregt lesenswerter Blick in den Rückspiegel und nach vorn.

 

Fotocredit: Nikita Kulikov

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