Sabine Elsässer

Das StartupValley Magazin: Interview mit Sabine Elsässer

Nachdem wir vor zwei Wochen mit Patrick Grosse einen Onlinejournalisten mit Begeisterung für crossmediales Erzählen zu seiner Perspektive auf Medienwandel und Journalismus befragt haben, lassen wir heute Sabine Elsässer zu Wort kommen, die Gründerin eines erfolgreichen Print-Magazins.

3 x Sabine Elsässer

Wer ist Sabine Elsässer? Bitte stellen Sie sich kurz vor.
Co-Founder und leitende Redakteurin des StartupValley Magazins. 41 Jahre alt verheiratet, zwei Kinder. Ich reise gerne und liebe nach getaner Arbeit den Ausgleich mit dem MTB in der Natur.

Was können Sie gut?
Ein Netzwerk aus Journalisten, Redakteuren und Autoren koordinieren und leiten.

Auf welche Geschichten sind Sie stolz? Welche Beiträge zeigen Sie besonders gerne?
Interessant und spannend finde ich Geschichten wie in unserem aktuellen Print-Magazin „Der Traum vom Silicon Valley“ oder das Scene Insight „Die Startup-Szene im Rhein/Main Gebiet“. Für diese Storys zu recherchieren, diese wachsen zu sehen, und später das positive Feedback der Leser zu erhalten, macht mich jedes Mal aufs neue stolz und sagt mir, dass der Weg, den wir eingeschlagen haben, der richtige ist.

3 x Journalismus

Das Ansehen des Berufstands ist seit Jahren schlecht. Die Arbeitsbedingungen sind es oft auch. Warum sind Sie eigentlich Journalist geworden?
Zum Journalismus bin ich eher zufällig gekommen. Gestartet bin ich nach der Ausbildung im Vertrieb für Direktvertriebsunternehmen, wo ich mit meinem Mann für den internationalen Vertriebsaufbau zuständig war. Vor ca. 10 Jahren haben wir dann das erste online Portal gestartet, dass sich innerhalb kürzester Zeit zu einem internationalen Magazin in Print und digital entwickelte. Durch diese Arbeit habe ich meine wahre Leidenschaft gefunden: Als leitende Redakteurin ein Print-Magazin zu führen und alle zwei Monate aufs Neue entstehen zu sehen.

In den letzten Jahren hat sich die Medienlandschaft stark gewandelt. Was hat sich für Sie persönlich verändert?
Für mich persönlich hat sich in den letzten Jahren nicht wirklich etwas verändert, außer dass es mehr Mitbewerber gibt,. Was bestimmt aber auch der Nische geschuldet ist, in der wir uns bewegen.

#FakeNews, Verlust des Geschäftsmodells von Verlagen. Krisenmeldungen zum Journalismus gibt es genug. Was wird in Zukunft besser? Wo sehen Sie spannende Entwicklungen?

Es kommen immer mehr Webseiten ins Netz. Täglich gibt es neue Blogs gegen die die klassischen Medien konkurrieren. Wichtige Informationen werden heute oft aus den Sozialen Netzwerken gezogen. Aber gerade deshalb ist Print King. Für Tageszeitungen wird die Luft eng, wenn diese sich nicht neu erfinden. Jedoch ist im Bereich Fach- und Nischenmagazine nichts nachhaltiger als ein Print-Magazin. Das sehen wir an unserer Entwicklung und an den Verkaufszahlen. Gerade für kleinere Magazine bietet sich in Zukunft neben dem Print-Magazin mit Plattformen wie z.B. Amazon Newsstand, Readly, Sharemagazine etc. die Möglichkeit a.) Leser zu erreichen, die sie mit Print oder Online sonst nicht erreichen würden. und b.) ohne Kosten eine weltweite Expansion zu betreiben.

3 x Praktisch

Was ist Ihr wichtigstes Arbeitsutensil (außer Laptop und Smartphone)?
Bleistift, Blog und Diktiergerät gefolgt von Skype.

Welche Tools (außer Recherchescout) nutzen Sie für die Recherche?
Google, Google Alerts, soziale Netzwerke und das gute alte Kontakt Netzwerk

Medientipps: Welche Zeitungen und Zeitschriften lesen Sie? Welche Blogs halten Sie für besonders interessant? Welchen Personen folgen Sie auf Twitter?
Es gibt sehr viele interessante Zeitschriften und Blogs, aber in der Regel lese ich Bücher, die sich mit dem Thema Startups oder Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen. Tendenziell interessant sind Magazine wie der Business Punk, Brand Eins usw. Unter den Blogs und Webseiten gibt es so viele interessante Seiten. Diese alle aufzuzählen würde wahrscheinlich den Rahmen sprengen. t3n, Deutsche Startups oder Techcrunch werden von mir regelmäßig frequentiert. Auf Twitter folge ich Journalisten, Gründern und Investoren etc. Gerne könnt Ihr unter @sabineelsasser auf Twitter vorbeischauen und mit mir in Kontakt treten.

Vielen Dank für das Gespräch, Sabine Elsässer!

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