Roland_Krüger
Foto: Deutschlandradio

Interview mit Roland Krüger: „Es gibt meiner Meinung nach keinen spannenderen Beruf“

Nach Dieter Möller vor zwei Wochen stellen wir heute Roland Krüger vor. Der im Deutschlandradio festangestellte Journalist meint, dass es keinen spannenderen Beruf als den des Journalisten gibt.

3 x Roland Krüger

Wer ist Roland Krüger? Bitte stellen Sie sich kurz vor.
Geboren 1966 in Hannover, Radiofan seit meinem 15ten Lebensjahr. 25 Jahre lang freier Journalist, seit 2010 festangestellt im Deutschlandradio. Interessiert an Politik, Kultur und Gesellschaft. Und an den spannenden Veränderungen in der Medienwelt.

Was können Sie gut?
Schwierige Sachverhalte und Zusammenhänge einfach erklären.

Auf welche Geschichten sind Sie stolz? Welche Beiträge zeigen Sie besonders gerne?
Ein Radiofeature zum Thema „Geiz und Freigiebigkeit“, viele Kinderfunk-Sendungen, in denen wir mit Kindern live komplizierte Themen behandelt haben.

3 x Journalismus

Das Ansehen des Berufstands ist seit Jahren schlecht. Die Arbeitsbedingungen sind es oft auch. Warum sind Sie eigentlich Journalist geworden?
Weil man das zu Beginn nicht weiß und auch gar nicht wissen möchte. Die Bedingungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk werden zwar auch schwieriger, sind aber immer noch sehr gut. Es gibt meiner Meinung nach keinen spannenderen Beruf.

In den letzten Jahren hat sich die Medienlandschaft stark gewandelt. Was hat sich für Sie persönlich verändert?
Gut: Computer statt Schreibmaschine, digitale Produktionsmöglichkeiten. Nicht so schön: Immer öfter online statt vor Ort.

#FakeNews, Verlust des Geschäftsmodells von Verlagen. Krisenmeldungen zum Journalismus gibt es genug. Was wird in Zukunft besser? Wo sehen Sie spannende Entwicklungen?
Im Radio stellt sich längst die Frage: Radio first oder online first? Spannend, wie das ausgeht. Und: Welche Möglichkeiten haben wir trotz aller Recherchetools, Fake News als solche zu entlarven? Was macht die (Facebook- u.a.)Blase mit den Menschen? Wie interessieren wir weiterhin Menschen dafür, sich gesellschaftlich zu engagieren? Und, vielleicht am interessantesten: Wie bereiten wir Kinder auf unsere Welt vor?

3 x Praktisch

Was ist Ihr wichtigstes Arbeitsutensil (außer Laptop und Smartphone)?
Der im Funkhaus vernetzte PC mit Zugriff auf die Nachrichtenagenturen und Software für Audioschnitt, Redaktions-Planung und Office-Anwendungen.

Welche Tools (außer Recherchescout) nutzen Sie für die Recherche?
Gespräche mit Menschen und menschlichen Experten. Nachrichtenagenturen, Twitter, sehr viele Pressemitteilungen, Newsletter, Verlags-Kataloge.

Medientipps: Welche Zeitungen und Zeitschriften lesen Sie? Welche Blogs halten Sie für besonders interessant? Welchen Personen folgen Sie auf Twitter?

Tagesspiegel, Die Zeit, Spiegel, Frankfurter Allgemeine, Süddeutsche Zeitung, Bild, diverse Computerzeitschriften, ÜBERMEDIEN, Sascha Lobo. Auf Twitter fast allen KollegInnen, mit denen ich zusammenarbeite.

Vielen Dank für Ihre Antworten, Roland Krüger!

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